Die Gruppenpsychotherapie

Die interpersonelle Dynamik in der Gruppentherapie bietet Patienten wie Therapeuten einen nährreichen Boden für persönliches und fachliches Wachstum. Damit haben GruppentherapeutInnen die Chance, ein breiteres klinisches Erfahrungsspektrum zu gewinnen als das in der Einzeltherapie möglich ist.

Die vielfältigen Interaktionsformen in der Gruppe begünstigen unbewusste Reinszenierungen früher sozialer Erfahrungen und Beziehungsmuster der Patienten mittels Übertragungen und Projektionen, die in Folge gedeutet und durchgearbeitet werden können. Dabei kommt zur Kompetenz des Leiters auch die der Gruppe hinzu.

Unter dem zunehmenden Druck von Wirksamkeits- und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen in der Krankenbehandlung zählt auch das Effizienzargument: In der Gruppe können bis zu neun Personen gleichzeitig behandelt werden.

Wachsenden Einfluss gewinnen gruppendynamische Konzepte zudem im Bereich der Organisationsberatung, wo sie helfen können, die Tiefendimension in Entwicklungsprozessen von Unternehmen und Teams besser zu verstehen und zu steuern.